Opensim auf Linux Installation

 

Vorwort

Zuerst ein paar Vorworte.  Ich bin weder ein Jünger des einen, noch des anderen Betriebsystems, was historische Gründe hat. Zu Anfangszeiten des Internet haben wir einen Verbund aus Xenix und DOS mit Novell NWLite betrieben.

Beruflich bin ich mit Sicherheit beschäftigt, die über die technische Ebene hinausgeht.

--> Sicher betreiben, kann man ehesten einen Server auf einem Betriebssystem, bei dem man auch Kenntnisse hat. Dateien kopieren, Internetzugriff und Einspielen von Patchen sollten kein Problem sein.  Gegen Lernexperimente ist nie etwas einzuwenden.

 

So ist auf einige Nachfragen wie man "möglichst gradeaus" seinen ersten Linuxserver aufsetzt diese Anleitung entstanden.

Im Sinne des Lernexperiment beschreibt die Anleitung den Betrieb daheim, mit dynamischer IP-Adresse hinter einem Router.

 

Linuxinstallation

Als Distribution habe ich "die deutsche Distri" SuSe gewählt. Opensuse ist hier - http://de.opensuse.org  - zum Download erhältlich.

Da wohl alle über nette Internetanbindung verfügen, habe ich die Netzwerkinstallation gewählt. Hier werden nur die benötigten und aktuellen Pakete die man gewählt hat während der Installation heruntergeladen.

 

Der Download wird dann auf CD gebrannt, der Installationskandidat mit dem Netzwerk (DHCP, Internetzugriff) verbunden und von der neuen CD gestartet.

 

 

 

Wir wählen Installation aus

 

 

Umstellung auf deutsch als Systemsprache:

 

 

Wir wählen eine Neuinstallation

 

 

Die Festplattenkonfiguration ist üblicherweise korrekt. Sollte auf dem Computer vorher etwas installiert gewesen sein, so kann über den Expertenmodus die Partitionierung korrigiert werden.

 

 

Wir erhalten nun eine Zusammenfassung der Zielkonfiguration

 

Die Softwareauswahl wird nun korrigiert.

Insbesondere sind die grafischen Programme für Gnome/KDE/X11 unnütz, dafür fehlen die opensim-relevanten und Entwicklungspakete wie MONO.

 

Da wir keine hübsche grafische Oberfläche am Computer, sondern am Viewer haben möchten wählen wir eine Startoption, die die grafische Oberfläche von Linux NICHT lädt (RAM/CPU).

 

Nun startet die eigentliche Installation.

 

 

Nach Ende der Installation erwartet uns nun das Kommandozeilenprompt.

 

Bequemerweise nehmen wir die restliche Konfiguration per ssh vor.

 

Hierbei hilft "putty".

 

 

Firewall für die benötigten Dienste konfigurieren:

 

 

--> Port 8895 ist heute nicht mehr nötig !

 

 

 

Webmin

Für eine komfortable Remoteverwaltung empfehle ich die Installation von Webmin.

Download von  http://www.webmin.com

Da wird bisher auf der Kommandozeile arbeiten, starten wir  "w3m webmin.com"

Download auswählen

Und das *.tar.gz Format downloaden.

 

Nach dem Download w3m mit "Q" beenden.

 

Das setup.sh starten

 

Fertig - gleich mal aus dem selben Netz testen:

 

Sollte Webmin von extern zugreifbar sein, sollte jetzt auf SSL umgestellt werden, sofern dies nicht bei der Installation geschehen ist.

 

 

 

YOU (Yast onine Update) --> damit YOU funktioniert muss man lediglich ein Update Repository kinfigurieren:

http://download.opensuse.org/update/11.1

 

 

 

OpenSim Installation

Download von http://www.osgrid.org auf euren lokalen Rechner, was auch immer dies ist - Hauptsache es hat einen Webbrowser.

Die Versionen von osgrid sind bereits für die Verbindung zu osgrid vorkonfiguriert.

 

Nun kann man opensim (ich gehe vom Download auf osgrid aus) per webmin bequem hochladen.

 

Das Verzeichniss wird hier gleich mit angelegt.

 

 

Opensim wird nun noch per unzip entpackt.

 

 

Router Konfiguration

Bevor wir nun einen ersten Startversuch machen, muss die Firewall/Router eingerichtet werden.  Die für uns relevanten Ports müssen an den Rechner mit opensim weitergeleitet werden.

(In diesem Beispiel hat der interne Rechner die IP 192.168.78.25)

--> beachtet, dass ihr eure eigenen Daten (IP, dynamisches DNS) benutzen müsst. Es muss dynamisches DNS (üblicherweise auf dem Router)   müssen eingerichtet sein.

 

Benötigte Ports für den Betrieb einer Region an osgrid sind:

Port 80 TCP für den Webserver (Imagemaps, Suchdaten..)

Port 8895 TCP für die Kommunikation zwischen Regionen

Port 9000 TCP & UDP für die Regionskommunikation

Für jede weitere Region entsprechend 9001, 9002 usw.

Solltet ihr den Server von extern verwalten wollen, dann ggf. noch weitere Ports für Webmin, ssh usw.

 

--> Port 8895 ist heute nicht mehr nötig.

 

Opensim Inbetriebnahme

 

Zum Starten müssen wir mono aufrufen und opensim als Parameter mit übergeben.

 

Opensim führt einige Initialisierungen durch und fragt anschliessend nach der Konfiguration der ersten Region.

 

Die Region nun registriert und opensim nimmt den Betrieb auf.

 

 

Betrieb

Sinnvoll ist opensim im screen zu starten, dann kann der Prozess auch ohne telnet/ssh/consolen-Session weiterlaufen.

screen -S opensim -d -m mono OpenSim.exe

In die Sitzung verbinden kann man sich dann mit

screen -R

 

 

Nachwort

Der produktive Betrieb von Regionen hinter einer "schmalen" Leitung daheim, oder noch schlimmer mit schlechter Latency zu den zentralen Girdserver beieinflußt die Wahrnehmung aller Griduser. (Bei Besuch eurer Region, beim öffnen der Map, ...). Dies sollte nur für eine (1) Testregion oder bei sehr speziellen Anwendungen (für die man Erfahrung mitbringen sollte) genutzt werden.